Organisationskultur, Leitbilder, Werte.

IKOE-Training „Organisationskultur und Kulturveränderung“ (10. und 11. Mai in Magdeburg)

Das in Kürze startende IKOE-Training „Organisationskultur und Kulturveränderung“ widmet sich den Leitfragen: Wonach richtet sich unser Miteinander in Organisationen aus? Was bedeutet das für die Begleitung von Veränderungsprozessen?

Adressaten der Veranstaltung des IKOE-Projekts sind interkulturelle Trainer*innen, Berater*innen, Multiplikator*innen, Bildungs- und Projektkoordinator*innen sowie Führungskräfte, die sich mit den Verhaltensmustern in Veränderungsprozessen auseinandersetzen und im Hinblick auf die eigene Beratungs- und Prozessbegleitungskompetenz weiterqualifizieren wollen. Kulturveränderung wird dabei als eine Strategie zur schrittweisen Veränderung von Gewohnheiten verstanden.

Neben einer erfahrungsorientierten Annäherung an Kulturbegrifflichkeiten werden Methoden zur Analyse und Diagnose einer bestehenden Organisationskultur erprobt und vorgestellt. Wie eine Organisationskultur strategisch weiterentwickelt werden kann, welche Rolle das Leitbild und ein Wertekanon dabei spielen, wird exemplarisch an (eigenen) Fallbeispielen diskutiert. Dabei werden im Speziellen Interkulturelle Öffnungsprozesse in Verwaltungen und Bildungseinrichtungen in den Blick genommen.

Die Referentin Bettina Lobenberg (Referenzen: http://www.bettina-lobenberg.de/was-ich-tue) verfügt über Erfahrung in der Begleitung und Gestaltung von Veränderungsprozessen in Behörden und Vereinen ebenso wie in Unternehmen und für Privatpersonen.

Das Training ist ein Angebot im Rahmen der Trainer*innenqualifizierung „Systemische Organisationsberatung im interkulturellen Kontext. Modul 4: Interkulturalität I“ im Projekt „IKOE – Interkulturelle Orientierung und Öffnung. Koordinierungsstelle Integrationsmanagement in Sachsen-Anhalt“ der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. 

Die Veranstaltung findet am 10. und 11. Mai 2019 im Roncalli-Haus, Max-Josef-Metzger Str. 12/13, 39104 Magdeburg, jeweils von 9–17 Uhr statt.

Während der Veranstaltung wird für Verpflegung gesorgt. Die Kosten für das zweitägige Training betragen 70,00 €. Übernachtungskosten können anteilig übernommen werden. Es gibt eine Teilnahmebescheinigung. Interessent*innen melden sich bitte bis zum 26. April 2019 bei verena.redemann@agsa.de an.

"Schulentwicklungsprozesse gesund gestalten“

Termin in Kürze: Fachaustausch für Führungskräfte (einewelt haus Magdeburg, 12. April 2019)

Das AGSA-Projekt IKOE bietet Schulleiter*innen, stellvertretende Schulleiter*innen, Projektkoordinator*innen im Bereich schulische Bildung sowie Multiplikator*innen am 12. April 2019 einen Fachaustausch für Führungskräfte zum Thema „Schulentwicklungsprozesse gesund gestalten“  im einewelt haus Magdeburg an.

Die Veranstaltung richtet sich an Personen mit Führungsverantwortung im schulischen Bildungsbereich. In Organisationen spielt eine gesundheitsbewusste, ressourcenorientierte und nachhaltige Führung eine immer wichtigere Rolle. 
An einen Impulsvortrag zum Thema „Salutogenetische Führung“ von Herrn Dr. Thomas Piko, Dozent der Hochschule Harz, soll sich eine Diskussion zu Konzepten der Gesundheitsentstehung (Salutogenese) für Organisations- bzw. Schulentwicklungsprozesse anschließen. Wie können Führungskräfte die Ressourcen ihrer Mitarbeitenden stärken und Arbeitsbedingungen attraktiver gestalten? Gesundheitsfördernde wie gesundheitshemmende Einflussfaktoren sollen  hierbei berücksichtigt werden. 

Im dem moderierten (schulformübergreifenden) Fachkräfteaustausch werden auch die bildungspolitischen Rahmenbedingungen und individuellen Organisationsprofile berücksichtigt. 

Das Angebot hat vom Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) die Reg.-Nr. WT 2019-009-10 erhalten. 
Die Teilnahme am Workshop ist kostenfrei. 
Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Verena Redemann (verena.redemann@agsa.de, Tel. 0391 5371-241). 
Nähere Informationen zum Ablauf erhalten Sie in der beiliegenden Einladung

Termin: Freitag, 12. April 2019, 16:00 Uhr – 19:00 Uhr 
Ort: einewelt haus, Schellingstr. 3-4, 39104 Magdeburg, Saal (Erdgeschoß)

"Austausch, Vernetzung, Wertschätzung"

Akteur*innen des Systems Schule trafen sich am 29.-30. März 2019 in Wolmirstedt

Am 29. und 30. März 2019 trafen sich Lehrer*innen, Schulsozialarbeiter*innen, Interkulturelle Trainer*innen, Vertreter*innen mehrsprachiger Kitas sowie des Netzwerks "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" im Bildungs- und Freizeitzentrum Wolmirstedt, um der Frage nachzugehen, wie interkulturelle Bildung an Schulen und Kitas in Sachsen-Anhalt umgesetzt werden kann.

Auftakt des 1,5-tägigen Workshop "System Schule. Veränderung gestalten." bildete das einstündige Podiumsgespräch mit der stellvertretenden Schulleiterin Dr. Antje Reuleke des Internationalen Stiftungsgymnasiums in Magdeburg. "Es wurden viele Fragen zum Konzept und der dahinter liegenden Idee eines fächerübergreifenden, mehrsprachigen Unterrichts gestellt", so die Veranstalterin.  

"Sicher haben nicht alle Schulen die gleichen Voraussetzungen. Wir haben das Glück mit einem interdisziplinären Team, unsere Vision von Anfang an umsetzen zu können." so die stellvertretende Schulleiterin.

"Ich habe viele Anregungen mitnehmen können und habe gleich an einem neuen Projektkonzept geschrieben", so eine Schulsozialarbeiterin aus dem Altmarkkreis Salzwedel. Nach dem Motto "Ich sehe dich, ich respektiere dich." komme es vor allem darauf an Beziehungsarbeit zwischen Lehrer*innen, Schüler*innen aber auch Eltern zu leisten vor dem Hintergrund eines an unserer Schule klar kommunizierten Wertesystems, betonte Frau Reuleke abschließend.    

Am darauffolgenden Tag setzten sich die Teilnehmer*innen innerhalb drei Workshops mit den Fragen auseinander, wie interkulturelle Elternarbeit gestaltet, wie ein Bewusstsein für Diversität vermittelt und interkulturelle Bildungsarbeit an Schulen geleistet werden kann.

Nach diesem Wochenende waren sich alle einig. Interkulturelle Kompetenz zeichnet sich durch eine wertschätzende Haltung, selbstreflektierte Kommunikation, Konfliktgestaltung und die Fähigkeit zum Perspektivwechsel und Empathie aus. "Ich habe das Gefühl, dass ich nicht die einzige bin, der das Thema wichtig ist. Denn insbesondere im Ländlichen meinen viele, sich nicht damit auseinandersetzen zu müssen." so eine Schulsozialarbeitern. Eine Lehrerin aus Genthin resümierte "Trotz meiner langjährigen Berufserfahrung, konnte ich vieles mitnehmen. Besonders bereichernd empfand ich den Austausch mit den Beteiligten."

"Uns als Veranstalter wurde deutlich, dass der interkulturelle Entwicklungsprozess an Schulen, aber auch Kitas einer professionellen Unterstützung und langfristigen Begleitung bedarf", so Redemann. "Denn Vielfalt ist Normalität, jedoch nicht der reflektierte Umgang mit ihr. Andersartigkeit als Potential unabhängig von nationaler und sozialer Herkunft, Geschlecht, Religion, Alter oder Namen wahrzunehmen, das ist die tägliche Aufgabe pädagogischer Fachkräfte."

Der Workshop wurde im Rahmen der interkulturellen und politischen Bildungsarbeit im Projekt IKOE "Interkulturelle Orientierung und Öffnung. Koordinierungsstelle Integrationsmanagement in Sachsen-Anhalt." der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt (AGSA) e.V. angeboten. Ansprechpartnerin ist Frau Verena Redemann, Projektmitarbeiterin (verena.redemann@agsa.de).

Vom "Sinnstifter" bis zum "Moderator" - professionelles Changemangement in der Organisation

Rückblick auf das dritte Modul der IKOE-Trainer*innen-Qualifizierung (1. und 2. März 2019 im einewelt haus Magdeburg)

Das dritte Modul der IKOE-Trainer*innen-Qualifizierung am 1. und 2. März 2019 im einewelt haus Magdeburg beschäftigte sich mit dem Thema "Change Management: Veränderungsprozesse erkennen und begleiten". Vor dem Hintergrund einer immer komplexeren Arbeitswelt, ist die Aufgabe der zukünftigen systemischen Organisationsberater*innen von zentraler Bedeutung, insbesondere im interkulturellen Kontext.
Referentin Antje Strahl, interkulturelle Beraterin und Coach, schärfte zunächst den Blick für die systemischen Zusammenhänge in einer Organisation und führte anhand von Übungen und Praxisbeispielen methodenreich, anschaulich und praxisnah durch die Veranstaltung.

Am Anfang jedes Veränderungsprozesses steht das gemeinsame Zielbild. Vom "Sinnstifter" über den "Moderator" bis hin zur "unsichtbaren Frau“ oder zum „unsichtbaren Mann" bedarf es in den verschiedenen Phasen der Veränderung unterschiedlicher Rollen in der professionellen Begleitung in Change-Prozessen.
Die von den Teilnehmenden mitgebrachten „Settings“ lieferten Beispiele in der Auseinandersetzung mit eigenen Veränderungsthemen und Projekten, z. B. im Übergangsmanagement, der Interkulturellen Orientierung im Bereich Arbeitsvermittlung oder Schulwesen. Die Teilnehmenden konnten somit anhand ihrer Praxisbeispiele geeignete Rollen und (Austausch-)Formate entwickeln. „Die Widerstände ‚besprechbar‘ zu machen und die zu erwartenden Befürchtungen der Organisationsmitglieder aufzufangen, sei die größte Herausforderung“, so Strahl. 
Die Teilnehmenden lernten, wie "Irritationen" und eine "aktiv gelebte Fehler-Kommunikation" zur Organisationsentwicklung beitragen können und nachhaltige Neuerungen nur zu erzielen sind, wenn sich der Sinn und Nutzen des Veränderungsprojekts allen Beteiligten erschließt.

Hintergrund:
Die IKOE-Trainer*innen-Qualifizierung besteht aus fünf weiteren Modulen, die bis 2020 für interkulturelle Trainer*innen und Berater*innen angeboten werden. Die Weiterbildung baut auf den Grundlagen zu Theorien der Interkulturellen Orientierung und Öffnung, Diversity Management sowie Methoden der Erwachsenenbildung auf und befähigt zur Begleitung von interkulturellen Öffnungsprozessen in Verwaltung und Bildungsinstitutionen.

Die Trainer*innenqualifizierung ist ein Angebot des Projekts IKOE „Interkulturelle Orientierung und Öffnung. Koordinierungsstelle Integrationsmanagement in Sachsen-Anhalt.“ der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA).

Einen Einblick in die Inhalte der Aufbauqualifizierung gibt der 
>> Trailer "Qualifizierung für interkulturelle Trainer*innen 2018-2020"

Weiterführende Informationen erhalten Sie bei Verena Redemann, Mitarbeiterin für Interkulturelle und politische Bildungsarbeit des IKOE-Projekts (verena.redemann@agsa.de; Tel.: 0391 5371-241).

Veranstaltungstipp:
Einen Fachaustausch zum Thema „Schulentwicklungsprozesse gesund gestalten“ bietet das AGSA-Projekt IKOE in einem Diskussionsforum für Akteur*innen aus dem System Schule, insbesondere Führungskräfte, Schulleiter*innen, Projektleiter*innen, Bildungskoordinator*innen und Multiplikator*innen im schulischen Bildungswesen am 12.04.19 von 16.00 – 19.00 Uhr im einewelt haus Magdeburg an.

6. IKOE-Ideenwerkstatt in Benneckenstein mit breiter Beteiligung der Koordinierungsstellen Sachsen-Anhalts

Unter Beteiligung aller Koordinierungsstellen für Integration (Migration) in Sachsen-Anhalt und des Landesverwaltungsamts hat die nunmehr sechste Ideenwerkstatt des IKOE-Projekts der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. im Aus- und Fortbildungsinstitut (AFI) in Benneckenstein stattgefunden.

Die anderthalbtätige Fortbildungsveranstaltung widmete sich in unterschiedlichen Formaten einschlägigen Themenbereichen im Arbeitskontext der Koordinierungsstellen. Während sich Dr. T. Leibert vom Leibnitz-Institut für Länderkunde in seinem Vortrag aktuellen Forschungsaspekten im Bereich des demographischen Wandels (Situationsvergleich von Zentrum und Peripherie) zuwandte, referierten die Koordinatoren I. Ludwig und J. Wernike in einem Überblicksbeitrag zu den Arbeitsschwerpunkten der Koordinierungsstellen im Altmarkkreis und im Landkreis Stendal. Mit der Präsentation von Änderungsvorschlägen zu Richtlinien (GBB und Koordinierungstellen) trat D. Gödde vom Landesverwaltungsamt in die Diskussion mit den versammelten Koordinatorinnen und Koordinatoren. Zentrale Aspekte der Netzwerkarbeit wurden am Ende des zweiten Veranstaltungstags im Rahmen eines Workshops zur Netzwerkarbeit ergänzt.

"Wir freuen uns als Veranstalter dieses bewährten Formats nicht nur über die breite Beteiligung, sondern auch über die gewachsene interkollegiale Verständigung, für die die Ideenwerkstatt den Koordinierungsstellen eine mittlerweile geschätzte Plattform bietet. Tatsächlich  geht es um fachliche Impulse ebenso wie um den wichtigen informellen Austausch zu allen in der Arbeit bewegenden Aspekten", resümierte IKOE-Projektleiterin Dr. Katja Michalak.  

Den Bürgerkontakt zu verbessern und stärker auf unbewusste Diskriminierungen zu achten

Auszubildende der Stadtverwaltung Halle (Saale) mit ersten Workshop-Erfahrungen aus dem Kooperationsprojekt mit der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt (IKOE)

Der Bereich Ausbildung der Stadtverwaltung Halle hat in Kooperation mit dem IKOE-Projekt der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. den ersten Weiterbildungszyklus im Themenfeld interkulturelle Grundsensibilisierung und Kompetenzentwicklung absolviert.

Insgesamt 47 Auszubildende aus drei Lehrjahren erarbeiteten sich im Rahmen von Sensibilisierungs-Workshops seit Januar 2019 ein Grundverständnis zu den Dimensionen von Vielfalt, bezogen auf den Arbeitsalltag in der Behörde. Auch der Verwaltungscodex der Stadt Halle und die Frage: Was ist Gleichbehandlung? wurden hierbei thematisiert.

„Es war erstaunlich in den Übungen zu erleben, wie schnell es geht, ausgegrenzt zu werden“, so eine Teilnehmerin zu ihrer im Workshop gewonnenen Erfahrung. Trainerin Noreen Tausendfreund ergänzte den beabsichtigen Mehrwert solcher interkulturellen Kompetenzschulungen für die Verwaltungsmitarbeitenden von morgen: "Wenn es darum geht, den Bürgerkontakt optimal zu gestalten, sollte die Sensibilität für die eigenen Kulturmuster genauso ausgeprägt sein wie die für andere. Je früher man damit beginnen kann, umso besser."

Die Veranstaltungsreihe ist ein Pilotprojekt zwischen dem Ausbildungsbereich der Stadtverwaltung Halle und dem IKOE-Projekt der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V., das interkulturelle Kompetenzschulungen auch für die Verwaltungsmitarbeitenden und Führungskräfte der Stadtverwaltung durchführt. Die Schulungsreihe für die Auszubildenden wird nach gemeinsamer Auswertung mit den Ausbildungsleitern für alle drei Ausbildungslehrjahre fortgesetzt.

Gespräch und Konzerterlebnis in Magdeburg

Jerzy Bojanowski gab Einblicke in Leben als Musiker und in Nachwende-Zeit

Der in Polen geborene und aufgewachsene Musiker Jerzy Bojanowski hat bei einem musikalischen Gespräch Einblicke in sein Leben als Klarinettist und in die Nachwende-Zeit in Schönebeck und Magdeburg gewährt. Zur Untermalung des Gesprächs am 28. Februar in der Stadtbibliothek führte er Stücke von überwiegend zeitgenössischen Komponisten auf; begleitet wurde er dabei von Wolfgang Pilz aus Magdeburg.

Bojanowski wurde 1967 in Lublin geboren und hat von 1986 bis 1991 an der Musikhochschule „Frederik Chopin“ in Warschau studiert. Noch während des Studiums trat er im Sommer 1990 die Stelle des 1. Solo–Klarinettisten bei der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck an, die er bis heute inne hat. Vor rund zehn Jahren zog er von Schönebeck nach Magdeburg.

Bei dem Gespräch schlug Bojanowski eine Brücke von seiner Zeit in Warschau über die gesellschaftlichen Umbrüche in Polen ab 1980 und den Beginn seines Wirkens 1990 in Schönebeck bis in die Gegenwart. „Ich wurde sehr freundlich aufgenommen und angenommen“, sagte er im Rückblick über seine Ankunft vor fast 30 Jahren. Inzwischen fühle er sich „manchmal hier mehr zu Hause, als wenn ich nach Polen komme“.

Durch das Gespräch führte Katja Paulke vom Team des AGSA-Projekts „IKOE - Interkulturelle Orientierung und Öffnung. Koordinierungsstelle Sachsen-Anhalt“. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Weiterbildungsreihe „Was uns stärkt! Tools und Skills für freiwilliges Engagement“ statt. Eingeleitet wurde der Gesprächsabend in der Stadtbibliothek mit einer individuellen Führung durch die dazugehörige Interkulturelle Bibliothek. An dem Rundgang beteiligten sich unter anderem Ehrenamtliche vom AGSA-Mitgliedsverein „Meridian“ und des Literaturhauses Magdeburg.

Text & Foto: Karsten Wiedener / https://integrationsbeauftragte.sachsen-anhalt.de

IKOE-Projektbüro in Halle (Saale) eröffnet

Im Beisein zahlreicher Kooperationspartner aus dem Integrationsbereich ist am 20. Februar das Projektbüro „IKOE – Interkulturelle Orientierung und Öffnung. Koordinierungsstelle Integrationsmanagement in Sachsen-Anhalt“ in Halle (Saale) offiziell eröffnet worden. Bei dem Empfang im Stadthaus stellten die Projektleitung Dr. Katja Michalak und Dr. Ernst Stöckmann Grundzüge des Projekts der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA) vor. Im Anschluss an die Feier mit Imbiss sowie Gesprächen wurde das Büro unweit des Marktplatzes (Graseweg 6), das sich über einem Musikladen in einem Fachwerkhaus befindet, besichtigt.

„Das Projekt liegt uns seit Jahren am Herzen“, betonte die Beauftragte für Migration und Integration der Stadtverwaltung, Petra Schneutzer, in einem Grußwort bei dem Empfang. Sie äußerte sich erfreut darüber, dass die Stadt das Projekt zur Begleitung des Prozesses der interkulturellen Orientierung und Öffnung habe gewinnen können. Dr. Michalak ergänzte, dass es vor allem das Prinzip der kurzen Wege sei, das man mit den zahlreichen Partnern vor Ort nun optimal umsetzen könne. Neben Weiterbildungskonzepten für Führungskräfte und Mitarbeitende der Stadtverwaltung Halle ist seit Januar 2019 nun auch der Ausbildungsbereich der Stadt in die Prozessbegleitung des IKOE-Projekts eingebunden, „ein klarer Fortschritt in Sachen nachhaltiger Strukturentwicklung“, so Michalak.

Das IKOE-Projekt ist seit Anfang 2017 gemeinsam mit einer Steuerungsgruppe der Halleschen Stadtverwaltung („TIV“) vor Ort tätig, um den Bereich der kommunalen Dienstleistungen im interkulturellen Öffnungsprozess zu unterstützen. Durch die AGSA-Zweigstelle in Halle sollen insbesondere die Kooperationen im südlichen Sachsen-Anhalt wie etwa mit der dortigen Stadtverwaltung sowie der Kommunalverwaltung des Burgenlandkreises effizienter gestaltet werden.

Projektbüro: IKOE-Außenstelle Halle, Graseweg 6, 06108 Halle/Saale; Telefon: +49 345 68493-792

Kontakt: Dr. Katja Michalak, Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e. V., einewelt haus, Schellingstraße 3-4, 39104 Magdeburg, Telefon: +49 391 5371-271, E-Mail: katja.michalak@agsa.de

„Verständnis für die andere Seite ist Veränderungspotenzial.“

Rückblick auf das zweite Modul der IKOE-Trainer*innenqualifizierung (01.-02.02.2019)

Am 1. und 2. Februar 2019 fand das zweite Modul der IKOE-Trainer*innenqualifizierung zum Thema „Veränderungsprozesse II: Perspektive Führungskräfte“ im einewelt haus Magdeburg statt. Die zukünftigen Organisationsberater*innen erlernten diesmal den professionellen Umgang mit schwierigen Verhandlungspartnern.

Nach dem Motto: „Nicht reagieren, sondern agieren.“ sensibilisierte der Dozent Dr. Thomas Piko die Teilnehmer*innen dafür, welchen Mediations- und Kommunikationsgeschicks es im Umgang mit Entscheidungsträgern und insbesondere Führungskräften in der Prozessbegleitung und Organisationsentwicklung bedarf. In Ergänzung interkultureller Aspekte sowie des systemischen Ansatzes wurde dabei auf die individuellen Bedarfe, Fragen und Sichtweisen der Teilnehmenden eingegangen.

Angelehnt an Konzepte der Strafverfolgungsbehörden zur kommunikativen Deeskalation, wurde den Trainer*innen ein Baukasten bestehend aus verschiedenen Elementen vorgestellt, der ihnen als „Kompass“ für eine strategische Gesprächsführung in Verhandlungen dienen kann. In Rollenspielen und Kommunikationstrainings erprobten die Teilnehmenden, wie sie Konfliktsituationen vermeiden aber auch entschärfen können. Taktiken wie das Finden der besten Alternative zur Verhandlungslösung, die Arbeitsteilung in der Verhandlungsgruppe sowie das Hinterfragen tieferliegender Interessen wurden dabei im Rollenspiel erprobt. Fallbespiele aus Friedensverhandlungen und Übungen zu Macht- und Statusspielen als Methoden zur kreativen Konfliktgestaltung ergänzten dabei den Transfer in die Alltagspraxis der Berater*innen.

Nähre Informationen zur Trainer*innenqualifizierung erhalten Sie bei Verena Redemann, Mitarbeiterin für Interkulturelle und politische Bildungsarbeit des IKOE-Projekts (verena.redemann@agsa.de; Tel.: 0391 5371-241). 

Eine Vertiefung zum Thema „Führung im Bildungsbereich“ bietet das AGSA-Projekt IKOE in einem Diskussionsforum für Führungskräfte, Projektleitungen und Schulleitungen am 12.04.19 von 16.00 – 19.00 Uhr im einewelt haus Magdeburg an.

Workshop zum Thema Diversitätsbewusstsein an Schulen

„System Schule. Veränderung gestalten.“ Workshop am 29.–30. März 2019 in Wolmirstedt

Der mehrteilige IKOE-Workshop der Zweitagesveranstaltung richtet sich an Akteur*innen im System Schule, also Schulleiter*innen, DaF/DaZ-Lehrer*innen, Schulsozialarbeiter*innen und weitere Multiplikator*innen.

Zu den Leitfragen des Workshops werden gehören: Wie gehen Sie als Schulakteur*innen mit Heterogenität an Ihrer Schule um? Wie können Sie als Multiplikator*innen das Schulleben entsprechend eines vielfaltsbewussten und kontextsensiblen Umgangs miteinander gestalten? Welches sind geeignete didaktische Ansätze, Ideen und Konzepte für eine interkulturell orientierte Schulkultur?     

In einem Podiumsgespräch mit Frau Dr. Antje Reuleke, stellvertretende Schulleiterin Stiftungsgymnasium Magdeburg „mehrsprachiges Lernen und transnationale Projekte“, werden Best-Practice-Ansätze und mögliche Gestaltungsspielräume für jeden Einzelnen von Ihnen aufgezeigt. Verschiedene Workshops u. a. zu den Schwerpunkten Elternbeteiligung und Beratung im interkulturellen Kontext sowie Rahmenbedingungen der interkulturellen Bildung ergänzen das Programm.

Zum detaillierten Programmablauf und Rahmeninformationen zum 29./30.03 geht es hier (PDF)

Das Angebot wird vom Projekt „IKOE – Interkulturelle Orientierung und Öffnung. Koordinierungsstelle Integrationsmanagement in Sachsen-Anhalt“ der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. organisiert und hat vom Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) die Reg.-Nr. WT 2019-400-15 erhalten.

Die Teilnahme am Workshop sowie Übernachtung und Verpflegung sind kostenfrei.                                            

Bei Interesse melden Sie sich bitte bis zum 28. Februar 2019 bei Verena Redemann (verena.redemann@agsa.de, Tel. 0391 5371-241) unter Angabe von eventuellen Übernachtungs- und Verpflegungswünschen.

Termine: Freitag, 29. März 2019, ab 16:30 Uhr – 20:00 Uhr; Samstag, 30. März 2019, 09:00 Uhr – 16:00 Uhr
Ort: Bildungs- und Freizeitzentrum Wolmirstedt, Triftstr. 6, 39325 Wolmirstedt